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Josef Hofer

Portrait Josef Hofer
Josef Hofer ging nie in eine Schule. Er wurde häufig zur Feldarbeit mitgenommen. Er spielte mit Puppen und geschnitzten Gegenständen wie Holzpferdchen, die ihm sein Vater anfertigte. Landwirtschaftliche Geräte interessierten ihn von klein an und er zeichnete sie schon als Kind auf ein Stück Papier. 1985 kam Josef Hofer in die Tageswerkstätte Linz der Lebenshilfe Oberösterreich, später nach Grein und seit 1992 lebt und arbeitet er in der Lebenshilfe Ried im Innkreis.

Werk:

<br>Ohne Titel, 2004,<br>Bleistift und Farbstift auf Papier

Ohne Titel, 2004,
Bleistift und Farbstift auf Papier
<br>Ohne Titel, 2004, <br>Bleistift und Farbstift auf Papier

Ohne Titel, 2004,
Bleistift und Farbstift auf Papier
Die Bilder Hofers gilt es zu erobern. Beeindruckend ist seine unverkennbare zeichnerische Handschrift, die durch seine kräftige, beinahe verkrampft wirkende Strichführung geprägt wird. Ist Dargestelltes oft leicht zu erkennen, Gegenstände aus seiner Umgebung, aus seinem Alltag, Landschaften die er bewohnt, so finden sich daneben auch zahlreiche Figuren und Akte, eingebettet in meist gelb-orangem Hintergrund, in dem sie beinahe zu verschwinden drohen. Dabei verbindet er Figurales mit Abstraktem. Bei seiner Arbeitsweise geht er immer gleich vor: Er beginnt mit einer oder mehreren Figuren, die er einrahmt und mit dem Hintergrund umgibt, sodass dieser häufig dominiert und man das Dargestellte oft kaum mehr erkennen kann. Josef Hofer hüllt seine Akte ein, schützt quasi seinen Intimbereich. Er bearbeitet dabei die Oberfläche des Papiers intensiv. Wirken die Landschaftsbilder leichter, weniger "bearbeitet", so ergibt sich bei den Figurenblättern durch den intensiven Duktus eine ganz eigene Farbstruktur, oft bilden sich durch den Schmutz des Radierens und des Untergrundes neue Farben und eine sehr eigenwillige Oberflächenstruktur. Josef Hofer unterlegt seine Figuren seit Herbst 2003 mit diesem karierten bzw. linierten Untergrund. Er verwendet dafür eine Holzleiste, die ihm als Lineal dient.

Josef Hofer hat sich trotz seiner Behinderung sowohl innerhalb seiner Institution, als auch durch seine Kunst ein Zuhause geschaffen. Seine künstlerischen Quellen sind seine Phantasie und seine Träume, seine subjektiven Erfahrungen und Beobachtungen.
Kontakt
Klaus Mecherlein
atelier hpca & euward Archiv
Hirschplanallee 2
85764 Oberschleißheim
Tel.: +49 89 315 81-161
Fax: +49 89 315 16 78 Klaus Mecherlein
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