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Peter Kapeller

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Die schwarz-weiß gehaltenen Tuschzeichnungen, die selten auch mit farbigen Einsprengseln versehen sind, bilden das umfassende Panorama einer sehr emotionalen Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, wie der Künstler sie erlebt. Sie sind ein Mittel, die oftmals undurchschaubaren Bedingungen der äußeren Welt zu erfassen und dadurch zu durchdringen. Titel, wie "Die kranke Gesellschaft" oder "Das große Welttheater" zeugen von einem überwältigenden, gewaltgeladenen Ansturm des Äußeren auf die Person. In der Dramaturgie der detailüberladenen, kleinteilig mit dem Architektenfüller ("Rapidograph") gezeichneten Blätter, verschränken und überlagern sich gegenständliche Motive, Stempelungen und Schriftzeichen, Symbole und Ornamente, Auslassungen und Übermalungen. Neben seiner Verletzlichkeit sprechen diese Arbeiten aber auch von dem Anspruch des Künstlers, dies "Chaos" zu durchdringen und rational zu ordnen.


Werk

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Seine Kunst versteht Peter Kapeller deshalb selbst als seinen Beitrag zu einer kritischen "Subkultur", welcher die skandalösen gesellschaftlichen Missstände anprangert und mit der Beschreibung seines eigenen, "von Grund auf beschissenen Lebens" einen stellvertretenden Kampf um die Erhaltung seiner persönlichen Integrität ausficht. Diese wird ständig von vielen Seiten in Frage gestellt und ist von der Aushöhlung bedroht. Bedroht, von der Enge der Lebensverhältnisse, vom Unverständnis der Nachbarn, der Abhängigkeit von Medikamenten, vom Schubladendenken einer ignoranten Gesellschaft, ja der so genannten "Wirklichkeit" überhaupt, mit ihren Katastrophen und Krisen.

Dagegen zeichnet und schreibt Peter Kapeller an, etwa mit Arbeiten wie einem "Beschwerdebrief an die Stadt Wien". Mit der rhetorischen Überprägnanz seines "Rapidographen" und einer äußersten Verdichtung des innerbildlichen Geschehens seziert und synthetisiert er zugleich seine Wahrnehmung. Mit seinem geradezu mikroskopischen Blick auf die "Wirklichkeit" operiert der Künstler ständig an einer gleichermaßen realen wie fiktiven Grenze seiner Autonomie. "Ich dachte ich sehe alles klar in meiner kleinen überschaubaren Welt. Es habe alles seine Ordnung. Doch es herrscht das Chaos. Und die Anarchie der Zeit. Dinge geschehen, verändern sich Momente so viele. Das Leben ist doch zu kurz. Die Zeit gnadenlos wischt Erinnerung weg [.]". Peter Kapeller
Video Preisverleihung 2007
Hier können Sie sich ein Video zur euward Preis- verleihung von 2007 anschauen. weiter
Kontakt
Klaus Mecherlein
atelier hpca & euward Archiv
Hirschplanallee 2
85764 Oberschleißheim
Tel.: +49 89 315 81-161
Fax: +49 89 315 16 78 Klaus Mecherlein